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Standort
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Standort von Nisthilfen 

Nisthilfen für Besiedler vorhandener Hohlräume (Nisthölzer, Niststeine und hohle Stengel) hängt man an einer sonnigen Stelle so auf, dass sie nicht baumeln. Ein Platz mit Morgensonne (also Richtung Südosten) wäre optimal. Nisthilfen erwärmen sich übrigens auch an einer vollsonnigen Stelle im Hochsommer nicht zu stark für ihre Bewohner.

Feuchtigkeit schädigt die eingetragene Nahrung (Verpilzung) und die jungen Bewohner. Deshalb ist ein regengeschützter Standort, oder ein Schutz der Nisthilfe mit einem etwas überstehenden und wasserabweisenden Dach, sehr wichtig! Wenn Nisthilfen an einem trockenen Platz bei peitschendem Regen ausnahmsweise mal nass werden, so hat das keine nachteiligen Folgen.
Die waagerecht liegenden Gänge müssen von den Tieren frei anzufliegen sein, sollten also nicht von Ästen verdeckt werden. 

 

Bienennisthilfen brauchen einen sonnigen,
regengeschützten Platz. Wenn sie durch
ein Dach vor Regen geschützt werden, kann
man sie auch frei im Garten aufstellen.


Zumeist beziehen Wildbienen und Einsiedlerwespen neue Wohnungen schon nach wenigen Tagen. Von April bis Oktober herrscht reges Treiben am Nistkasten. Die einzelnen Arten fliegen allerdings nur wenige Wochen im Jahr. Damit auch Frühjahrsarten eine Wohnung finden, sollten Nisthilfen von Ende März an bezugsfertig sein. Die Tiere nisten bevorzugt nahe ihres eigenen Geburtsortes. Wenn weiterhin das Nistplatzangebot erweitert wird, können bei gutem Nahrungsangebot von einigen Arten hohe Nestdichten erreicht werden.

 
 

Niemand sollte sich die ungemein faszinierende Lebensweise der einzeln lebenden Bienen und Wespen entgehen lassen. Die Tiere lassen sich von ganz nahe beobachten, ohne dass sie etwas tun. Man kann zusehen, wie die Tiere den Pollen ins Nest transportieren, wie sie Mörtel herantragen und das Nest mit einem Deckel verschließen. Es bietet es sich daher an, Nistkästen gut beobachtbar (z. B. auf Balkon oder Terrasse) aufzuhängen. Alle Bewohner von Nisthilfen sind absolut friedlich; niemand braucht Angst vor ihnen zu haben. Die Weibchen haben zwar einen Stachel wie die Honigbiene, aber sie stechen nicht damit. Nur wenn sie mit den Fingern gepackt werden, bekommen sie Angst und wehren sich. Die Tiere naschen nicht an Getränken und beteiligen sich auch nicht am Pflaumenkuchen-Mahl.

Eine Scherenbiene hat einen alten Nestgang
gesäubert und darin neue Brutzellen angelegt.
Da ein Teil des alten Nestverschlusses (links hell)
noch vorhanden ist, ergänzt die pfiffige Biene
nur den fehlenden Bereich (rechts dunkel).


Nisthilfen aus Holz, gebranntem Ton, hohlen Stängeln und Lehmwände werden viele Jahre lang von Wildbienen und Einsiedlerwespen besiedelt. Anders als bei den Nistkästen für Vögel, die im Herbst sauber gemacht werden müssen, braucht man sich um die Wildbienennisthilfen nicht mehr weiter zu kümmern. Die fleißigen Insekten säubern selber schon benutzte, verlassene Nester bevor wieder Pollen und Nektar eingetragen wird.
Im Winter bleiben die Bienennisthilfen draußen, denn die Bewohner sind nicht frostempfindlich, würden jedoch in warmer Umgebung vorzeitig schlüpfen und zugrunde gehen.