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Das Arten-Lexikon
Das Arten-Lexikon
Die Gattung Eucera  - Langhornbienen

Neun Arten im Gebiet (D: 4;(A: 8; CH: 3).
Diese Gattung unterscheidet sich von der nah verwandten Gattung Tetralonia nur durch die unterschiedliche Anzahl Cubitalzellen im Vorderflügel.
8-20 mm. Beide Gattungen im ♀ Geschlecht mit breit ovalem, abgeflachtem Hinterleib, der gewöhnlich an Basis und/oder Endrand der Segmente helle Haarbinden oder Seitenflecke aufweist. Zwei mitteleuropäische Eucera-Arten mit dicht filzig braun behaartem Hinterleib. Fühler kurz. ♂♂ durch die langen Fühler, die nahezu Körperlänge erreichen können, und den meist gelb gefleckten Kopfschild unverwechselbar. Im weiblichen Geschlecht kann etwa ein Drittel der Arten bereits im Gelände mit Sicherheit angesprochen werden; oft ist dabei der häufig spezifische Blütenbesuch hilfreich. Die ♂♂ der einzelnen Arten sind dagegen im Feld kaum voneinander zu unterscheiden. Bestimmungsliteratur: Schmiedeknecht (1930), Scheuchl (1995). In beiden Schlüsseln fehlt die im östlichen Österreich nachgewiesene E. punctulata. Flugzeit: IV-IX, wobei die Eucera-Arten in Mitteleuropa vorwiegend im Frühling, die nahverwandten Tetralonia-Arten dagegen hauptsächlich im Sommer fliegen. Eine Generation im Jahr.
Selbstgegrabene Nester im Boden an ebenen bis stark geneigten, lückig bis dicht kurzrasig bewachsenen Stellen. Die vertikal orientierten Brutzellen liegen bei den wenigen bisher näher untersuchten Arten einzeln am Ende von kurzen Seitengängen, die abwechselnd links und rechts vom Hauptgang abzweigen. Oder sie sind zu ein bis drei in Abständen von einigen Zentimetern unterhalb längerer Seitengänge angeordnet, die zu mehreren vom Hauptgang abzweigen. Die Seitengänge werden nach Verschluss der Brutzelle(n) mit Erde gefüllt. Im Gegensatz zu den meisten anderen bodennistenden Bienen wird der Larvenproviant nicht zu einer Kugel geformt, sondern in der unteren Hälfte der Brutzelle aufgehäuft. Die Larven spinnen einen Kokon. Nester bisweilen in großen Kolonien. Solitäre Nistweise, (E. longicornis jedoch gelegentlich kommunal mit zwei ♀♀ pro Nest.
Pollentransporteinrichtung: Haarbürste an Hinterschiene und -ferse. Mehrere Arten sind Feuchtsammler. Alle bisher näher untersuchten Arten sind oligolektisch, wobei die Blütenpräferenzen mehrerer im östlichen Mitteleuropa vorkommender Langhornbienen noch unbekannt sind. Drei mitteleuropäische Arten von Eucera und Tetralonia sind auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert, je eine Art sammelt den Pollen nur auf Weiderich (Lythrum), engröhrigen Borretschgewächsen (Boraginaceae) bzw. Malvengewächsen (Malvaceae) und zwei Arten besuchen ausschließlich Korbblütler (Asteraceae), wobei die eine Art auf Vertreter der Cardueae, die andere auf Arten der Asteroideae spezialisiert ist. (E. parvicornis kratzt mit kräftigen, hakig gebogenen Borsten auf dem Rüssel den Pollen aus den engröhrigen Blüten von Ochsenzunge (Anchusa) und Mönchskraut (Nonea) herausgekratzt.
Die ♂♂ patrouillieren Nistplätze und Futterpflanzen der ♀♀ auf zum Teil festgelegten, duftmarkierten Flugbahnen ab. Während der Nacht oder bei ungünstiger Witterung am Tag ruhen sie, zum Teil gesellig, auf Blüten, oder sie klammern bzw. beißen sich an Pflanzenteilen fest.
Die Wespenbiene Nomada sexfasciata ist Brutparasit verschiedener Eucera-Arten.

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online seit: April 2005
Eucera nigrescens  Pérez 1879
Gattung
:
Eucera
Species
:
nigrescens
Synonyme
:
E. tuberculata
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
n.
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
13-16 mm. Im Feld nicht sicher von anderen Schmetterlingsblütler besuchenden Eucera-Arten zu unterscheiden. Allenfalls bietet die frühe Flugzeit einen schwachen Hinweis auf die Artzugehörigkeit (s. unten).
Biologie:
Flugzeit: IV-VI. In tieferen Lagen erscheint die Art bereits Mitte April und fliegt damit zwei bis drei Wochen früher als die ebenfalls weit verbreitete, jedoch seltenere E. longicornis. Oligolektisch, auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert. Bevorzugte Pollenpflanzen sind Wicke (Vicia), Platterbse (Lathyrus) und Wundklee (Anthyllis). In weiten Teilen Mitteleuropas ist die Zaunwicke (Vicia sepium) die wichtigste Pollenquelle. Kuckucksbiene: Nomada sexfasciata.
Vorkommen:        Legende
Häufig. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze, im nördlichen Deutschland jedoch nur vereinzelt.
online seit: April 2005