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Das Arten-Lexikon
Das Arten-Lexikon
Die Gattung Melitturga  - Schwebebienen

2 Arten im Gebiet (D: 1; A: 2; CH: 1).
13-16 mm. ♀♀ ähneln grossen Andrena-Arten, unterscheiden sich aber durch die charakteristische Art des Pollentransportes sowie bei M. clavicornis durch den gelb gefleckten Kopfschild. ♂♂ durch die auffallend grossen Augen, die keulenförmigen Fühler und das gelb gefärbte Gesicht unverwechselbar. Die beiden mitteleuropäischen Arten können bereits im Feld voneinander unterschieden werden. Bestimmungsiteratur: Schmiedeknecht (1930).
Flugzeit: VI-VIII. Eine Generation im Jahr.
Selbstgegrabene Nester im Boden an meist ebenen und lückig bewachsenen Stellen. Die horizontal orientierten Brutzellen liegen in einer Tiefe von 5-35 cm einzeln am Ende von einem bis mehreren Zentimetern langen, rechtwinklig vom senkrechten Hauptgang abzweigenden Seitengängen, die nach Verschluss der Brutzelle mit Erde gefüllt werden. Die Larven spinnen keinen Kokon. Nester meist in kleineren Kolonien. In der Regel solitäre Nistweise, gelegentlich jedoch kommunal mit zwei ♀♀ pro Nest.
Pollentransporteinrichtung: Bürste aus lockerstehenden, kurzen Haaren an Hinterschiene und -ferse. Feuchtsammler. Der nektarfeuchte Pollen wird auf eine sehr charakteristische Art in Form eines Ringes rund um die Hinterschienen transportiert. M. clavicornis ist auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert, die Blütenpräferenzen von M. praestans sind unbekannt.
Die ♂♂ schweben dicht über dem Erdboden oder in wenigen Metern Höhe in der Luft, überwachen mit ihren riesigen Augen den Luftraum über Nestkolonien oder vor Blüten und stürzen sich auf vorbeifliegende ♀♀. Sie klammern bzw. beissen sich zum Schlafen an Pflanzenhalmen fest und bilden dabei oft lockere Schlafgesellschaften.
Die Kuckucksbienen Ammobatoides abdominalis und Sphecodes albilabris entwickeln sich als Brutparasiten in den Melitturga-Nestern.

online seit: April 2005
Melitturga clavicornis  (Latreille 1806)
Gattung
:
Melitturga
Species
:
clavicornis
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
2
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:

13-15 mm. Die gelbe Fleckung des Kopfschildes beim ♀ und der gelb gefärbte Fühlerschaft beim ♂ unterscheiden M. clavicornis von der im östlichen Österreich nachgewiesenen M. praestans. Bei dieser sind der ♀ Kopfschild und der ♂ Fühlerschaft schwarz.

Biologie:

Oligolektisch, auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert. Beliebte Pollenquellen sind u.a. Luzerne (Medicago sativa) und Esparsette (Onobrychis viciifolia) neben verschiedenen Wicken (Vicia)- und Klee (Trifolium)-Arten. Die ♂♂ besuchen für die Nektaraufnahme ebenfalls vorwiegend Schmetterlingsblütler.

Vorkommen:        Legende

Sehr selten.

In A:

Burgenland, Niederösterreich.

In CH:

Nordschweiz, Wallis.

In D:

Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg.

online seit: April 2005