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Das Arten-Lexikon
Das Arten-Lexikon
Die Gattung Nomada  - Wespenbienen

87 Arten im Gebiet (D: 64; A: 78; CH: 66).
3-14 mm. Dank der glänzend schwarz-roten, schwarz-gelben oder schwarz-rot-gelben Färbung des nicht oder nur schwach behaarten Körpers leicht zu erkennen. Wespenbienen können allerdings bei oberflächlicher Betrachtung mit Grab- und Faltenwespen, die rein schwarz-rot gefärbten Arten auch mit Bienen der Gattung Sphecodes verwechselt werden, unterscheiden sich jedoch durch andere Körperform und -proportionen. Mit Ausnahme ganz vereinzelter, besonders charakteristisch gefärbter Arten können die Wespenbienen im Feld nicht bis auf Artniveau bestimmt werden. Bestimmungsliteratur: Schmiedeknecht (1930); Scheuchl (1995). In beiden Schlüsseln fehlen allerdings mehrere im Gebiet vorkommende Arten.
Flugzeit: III-IX, wobei die überwiegende Mehrheit der Arten im Frühling fliegt. Meist nur eine Generation im Jahr, vereinzelte Arten mit zwei Generationen im Frühling bzw. Sommer.
Die Wespenbienen sind Kuckucksbienen. Die meisten Arten schmarotzen bei Andrena, gut ein halbes Dutzend Arten bei Lasioglossum, drei Arten bei Panurgus, zwei Arten bei Melitta und eine Art bei Eucera. Die ♀♀ suchen in einem sehr typischen, langsamen und wendigen Flug dicht über der Bodenoberfläche nach Wirtsnestern. Sie beziehen in unmittelbarer Nähe eines entdeckten Wirtsnestes mit charakteristisch vorgestreckten Fühlern Lauerposition und stellen dabei vermutlich geruchlich fest, ob sich die Nestbesitzerin noch im Nest aufhält. Erst nachdem diese ihr Nest verlassen hat, dringen sie in das fremde Nest ein. Nesteingänge, die von einzelnen Andrena-Arten vor jedem Sammelflug mit Erde verschlossen werden, werden geöffnet und nach der Eiablage in die fremde Zelle teilweise wieder zugescharrt. Entdeckte Wirtsnester werden in regelmässigen Abständen kontrolliert, um den geeigneten Zeitpunkt für die Eiablage festzustellen. In Wirtsnestnähe reagieren Wespenbienen aggressiv auf artgleiche ♀♀. Vermutlich aufgrund einer Tarnung der Wespenbienen mit Duftstoffen, die mit denen der Wirte identisch sind, reagieren die Wirtsbienen in Nestnähe kaum auf Wespenbienen (s. Kapitel „Brutparasiten“). Für die Eiablage bohren die ♀♀ möglicherweise mit dem charakteristisch geformten, seitlich mit krallenartigen Fortsätzen versehenen Sternit 6 ein Loch in die Wirtszellwand. Das Ei wird im Gegensatz zu anderen Vertretern der Nomadini nicht vollständig in die Zellwand eingebettet, sondern ragt mit seiner Spitzenhälfte ins Innere der Zelle vor. Teilweise werden vom gleichen ♀♀ unmittelbar nacheinander zwei Eier in eine einzige Wirtszelle abgelegt. Die Larven spinnen keinen Kokon. Wespenbienen schlafen in Erdlöchern, in Blüten oder beissen sich mit ihren Oberkiefern an Blättern und Halmen fest.
Die ♂♂ umschwärmen in Gruppen Hecken und Sträucher.

online seit: April 2005
Nomada fabriciana  (Linné 1767)
Gattung
:
Nomada
Species
:
fabriciana
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
n.
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
7-10 mm. Im Feld nicht von anderen vorwiegend schwarz-rot gefärbten Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: III-VIII. Zwei Generationen. Brutparasit bei Andrena bicolor, A. chrysosceles und wahrscheinlich weiteren Andrena-Arten.
Vorkommen:        Legende
Vorkommen: Häufig. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.
online seit: April 2005
Nomada flavopicta  (Kirby 1802)
Gattung
:
Nomada
Species
:
flavopicta
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
3
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
9-12 mm. Im Feld nicht von ähnlichen Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: VII-IX. Brutparasit bei Melitta.
Vorkommen:        Legende
Verbreitet. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.
online seit: April 2005
Nomada lathburiana  (Kirby 1802)
Gattung
:
Nomada
Species
:
lathburiana
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
3
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
9-13 mm. Im Feld nicht von ähnlichen Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: III-VIII. Brutparasit bei Andrena cineraria, A. vaga und A. barbareae. Fliegt bei den ersteren beiden Arten, die beide nur je eine Generation ausbilden, im Frühling, bei der zweibrütigen A. barbareae jedoch in zwei Generationen im Frühling bzw. Sommer.
Vorkommen:        Legende
Verbreitet. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.
online seit: April 2005
Nomada marshamella  (Kirby 1802)
Gattung
:
Nomada
Species
:
marshamella
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
n.
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
9-14 mm. Im Feld nicht von ähnlichen Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: IV-V. Brutparasit bei Andrena carantonica und weiteren Andrena-Arten.
Vorkommen:        Legende
Häufig. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.
online seit: April 2005
Nomada panzeri  Lepeletier 1841
Gattung
:
Nomada
Species
:
panzeri
Synonyme
:
N. ruficornis auct.
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
n.
Legende
Gefährdung D
:
n.
Legende
Kennzeichen:
6-11 mm. Im Feld nicht von ähnlichen Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: IV-VI. Brutparasit bei Andrenafucata, A. helvola und weiteren Arten der A. varians-Gruppe.
Vorkommen:        Legende
Häufig. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.
online seit: April 2005
Nomada similis  Morawitz  1872
Gattung
:
Nomada
Species
:
similis
Synonyme
:
-
dt. Bezeichnung
:
-
Gefährdung CH
:
n.
Legende
Gefährdung D
:
G
Legende
Kennzeichen:
8-10 mm. Im Feld nicht von anderen vorwiegend schwarz-rot gefärbten Nomada-Arten zu unterscheiden.
Biologie:
Flugzeit: VI-VIII. Brutparasit bei Panurgus banksianus und möglicherweise weiteren Panurgus-Arten.
Vorkommen:        Legende
Selten. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze, aber wie der Hauptwirt hauptsächlich in mittleren bis höheren Berglagen auftretend.
online seit: April 2005